Wundspreiz- und Zugangssysteme spielen eine sehr wichtige Rolle in der Chirurgie. Dies gilt im besonderen, wenn endoskopische Verfahren wie z. Bsp. die mikroendoskopische Diskektomie angewendet werden und der Zugangs- und Arbeitsraum durch den minimal invasiven Ansatz stark eingeschränkt ist. Viele in der Vergangenheit verwendete Systeme für diese Operationstechnik unterliegen starken Einschränkungen bezüglich Flexibiltät, Stabilität und Arbeitsraum.
Das neu entwickelte SpineGate™ Retraktorsystem, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Abt. für Neurochirurgie der Universität Tübingen, bricht diese Einschränkungen auf und eröffnet neue Möglichkeiten und Perspektiven für die minimal invasive Wirbelsäulenchirurgie. Das autoklavierbare System besteht aus einer runden Basisplatte mit verschieden tiefen Valven und einem optionalem ultrakompaktem 90° Endoskop mit hoher Auflösung. Die variable Anbringung der Valven an verschiedenen Positionen innerhalb der 360° Geometrie der Basisplatte sorgt für einen kontinuierlich anpassbaren Arbeitsraum, entsprechend den jeweiligen anatomischen Gegebenheiten. Die verschieden langen Valven erlauben einen cervikalen, dorsalen oder posterolateralen Einsatz.
Das System kann sowohl für minimal invasive Eingriffe mit dem Endoskop, als auch für mikrochirurgische Eingriffe mit dem Mikroskop, zusammen mit dem bekannten Standardinstrumentarium verwendet werden. Eine zusätzliche Haltevorrichtung ist auf Wunsch kombinierbar. Die Variabilität des Systemdurchmessers ermöglicht – wenn notfalls erforderlich - eine einfache Konvertierung des Verfahrens während der OP. Das Endoskop kann mit allen gängigen und hochwertigen CCD oder 3-CCD Endoskopiekameras mit C-mount Optikadapter und Lichtquellen mit Lichtfaserkabeln (instrumentenseitig Storz-/Wolf oder ACMI-Anschluss) konnektiert werden.







